Trockenmauern (I)

Schon im letzten Sommer habe ich gelegentlich erfolgreich Ebay Kleinanzeigen durchstöbert auf der Suche nach übrig gebliebenen Baumaterialien. Die Leute haben wahrlich eine Menge zu verschenken. Im Hortus-Netzwerk hat sich für das Sammeln solcher Güter der Begriff „horteln“ etabliert.

Eine Anzeige stellte sich dabei als wahres Eldorado heraus: Ein etwas verwildertes Grundstück war zu räumen, jahrzehntelang hatte sich dort ein Baustoff-Handel befunden.

Das Auto lag sehr tief, als ich von dort wegfuhr. Neben einer Menge roter Ziegel staubte ich unsere Regentonne, eine Ladung Firstziegel und eine gusseiserne Ofenklappe ab – Letztere für den künftigen Outdoor-Lehm-Pizzaofen … 🙂

Aus den roten Ziegeln ist jetzt – mit den Fachkenntnissen vom Workshop im November – ein kleines Trockenmäuerchen entstanden. Es fängt an der Nordwestseite des Hauses den angeschütteten Hügel ab. Die Bepflanzung ist noch spärlich, aber zwei abgeteilte Phloxe und ein Pfaffenhütchen haben im neu entstandenen Beet bereits Platz gefunden. In den Ritzen fühlt sich ein erstes Zimbelkraut sichtlich ganz wohl. Die vielen Löcher in den Ziegeln und Tonröhren dürfen künftig dann alle besiedelt werden.

Weil wir grad so schön beim Bauen sind, haben wir uns auch endlich eine Reihe von Stufen den Hügel hinab gesetzt – aus ebenfalls gehortelten kleinen Betonplatten. Und als die Treppe fertig war, haben wir uns gefragt, warum wir so lange immer um das halbe Haus herumgelaufen sind, wenn man doch nur drei Äste absägen und elf Platten eintiefen muss…

Fertig zum Hinabtänzeln!

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